Alle Beträge sind Orientierungswerte für den deutschsprachigen Raum, Stand 2026. Preise unterscheiden sich je nach Sprungplatz, Flugzeugtyp, Saison und Auslastung deutlich.
Tandemsprung: 250 bis 350 Euro
Für einen Tandemsprung aus rund 4.000 Metern liegen die üblichen Preise zwischen etwa 250 und 350 Euro. Ein Sprung aus geringerer Höhe kostet weniger, dauert im freien Fall aber auch nur halb so lang. Was den Preis bestimmt:
- Absetzhöhe. Jeder zusätzliche Kilometer Steigflug kostet Flugzeit und damit Geld.
- Flugzeugtyp. Eine Turbine steigt schneller und nimmt mehr Springer mit als ein Kolbenmotorflugzeug – das schlägt sich im Preis nieder, macht die Wartezeit aber kürzer.
- Wochentag und Saison. Wochenenden im Hochsommer sind teurer und voller.
Die Zusatzposten
| Posten | Übliche Spanne | Anmerkung |
|---|---|---|
| Tandemsprung | 250–350 € | je nach Höhe und Platz |
| Foto- oder Videopaket | 60–150 € | Handkamera am Tandemmaster oder eigener Kameraspringer |
| Kombipaket Foto + Video | 100–190 € | fast immer günstiger als einzeln |
| Gutschein-Aufschlag | 0–25 € | manche Anbieter berechnen ihn für lange Laufzeiten |
| Tagesmitgliedschaft / Versicherung | 5–25 € | oft im Preis enthalten, nicht immer |
Der zweite Kameraspringer ist der teuerste, aber auch der einzige, der einen tatsächlich von aussen zeigt. Die Handkamera am Tandemmaster liefert ausschliesslich Aufnahmen aus Armlänge.
Ausbildung: 2.000 bis 3.500 Euro bis zur Lizenz
Wer selbst springen will, zahlt für den Weg zur Lizenz je nach Methode und Land grob zwischen 2.000 und 3.500 Euro. Die beiden Wege unterscheiden sich in der Kostenstruktur deutlich:
- AFF. Wenige, aber teure Sprünge – jeder Level kostet Flugzeit aus voller Höhe plus ein bis zwei Lehrer. Dafür ist man schneller fertig.
- Automatikausbildung. Viele günstige Einzelsprünge aus geringerer Höhe. Unterm Strich oft ähnlich teuer, aber über mehr Wochenenden verteilt.
Details zu beiden Wegen stehen unter Ausbildung und Lizenz, die formalen Schritte unter Wie erhalte ich die Lizenz?
Eigene Ausrüstung: 3.000 bis 8.000 Euro
Nach der Lizenz stellt sich die Frage nach eigenem Material. Neu kostet ein komplettes System – Container, Hauptschirm, Reserveschirm, Öffnungsautomat – je nach Ausstattung zwischen etwa 6.000 und 8.000 Euro. Gebraucht ist ein solides Einsteigerset ab rund 3.000 Euro realistisch.
| Komponente | Neu | Gebraucht |
|---|---|---|
| Container / Gurtzeug | 2.200–3.200 € | 800–1.600 € |
| Hauptschirm | 1.900–3.000 € | 700–1.500 € |
| Reserveschirm | 1.200–1.900 € | 500–1.000 € |
| Öffnungsautomat (AAD) | 1.100–1.500 € | 400–900 € (Restlaufzeit beachten) |
| Höhenmesser, Helm, Brille, Kombi | 500–900 € | 200–450 € |
Beim Gebrauchtkauf entscheidet nicht der Preis, sondern die Freigabe durch einen Fallschirmtechniker: Passen Container, Kappen und Reserve zusammen, wie alt ist die Reserve, wie viel Restlaufzeit hat der Öffnungsautomat? Ein Set ohne diese Prüfung ist kein Schnäppchen.
Welche Kappengrösse für den Anfang sinnvoll ist, steht unter Fallschirme für Anfänger.
Laufende Kosten
- Sprungticket: 25 bis 40 Euro pro Sprung aus voller Höhe, abhängig von Flugzeug und Höhe.
- Reservepackung: 40 bis 70 Euro, in festen Intervallen fällig.
- Wiederkehrende Prüfungen der Komponenten durch den Fallschirmtechniker.
- Vereins- oder Verbandsbeitrag inklusive Haftpflicht – dazu mehr unter Sicherheit und Versicherung.
- Windkanalzeit als Training: 60 bis 90 Euro für zehn Minuten, siehe Indoor-Skydiving.
Was ein Sprungjahr realistisch kostet
Ein Springer mit eigener Ausrüstung, der auf 100 Sprünge im Jahr kommt, landet mit Tickets, Packungen, Prüfungen und Beitrag grob bei 3.000 bis 4.000 Euro – ohne Anfahrt und Reisen. Wer 20 Sprünge macht, kommt mit rund 1.000 Euro aus. Der Sport ist damit nicht billig, aber auch nicht teurer als andere Luftsportarten.
Häufige Fragen
Warum sind Tandemsprünge so unterschiedlich teuer?
Der grösste Hebel ist die Absetzhöhe, der zweite der Flugzeugtyp. Zusätzlich kalkulieren grosse Betriebe mit Turbinenflugzeug anders als kleine Vereine mit Kolbenmotormaschine.
Lohnt sich das Videopaket?
Wer den Sprung einmalig macht, bereut das fehlende Video häufiger als die Ausgabe. Wer den Sport beginnen will, kann es sich sparen – es folgen genug weitere Sprünge.
Kann man die Ausbildung in Raten zahlen?
Bei der Automatikausbildung ergibt sich das automatisch, weil jeder Sprung einzeln bezahlt wird. AFF-Kurse werden dagegen meist als Paket gebucht, manche Betriebe rechnen aber levelweise ab.